Neusser
Scheibenschützengesellschaft

Und dann die Scheibenschützen, genauer der Zug der Scheibenschützen,
der die älteste Neusser Schützenvereinigung, die
Scheibenschützen-Gesellschaft von 1415, beim Schützenfest
repräsentiert. Was sie nicht immer getan haben, die Scheibenschützen,
und wenn, dann nur bei besonderen Gelegenheiten, wie 1892 beim 13.
Rheinischen Bundesschießen, das in Verbindung mit dem Neusser
Schützenfest aufgezogen wurde.
Ihre Königskette, die der alljährlich am Patronatstag ermittelte
Jakobuskönig trägt und auch beim Schützenfest der Öffentlichkeit
zeigen darf, ist eine der schönsten und kostbarsten Ketten des ganzen
Regiments - nach der Großen Königskette natürlich.
Ihre Reverenz vor dem Schützenkönig erweisen die Scheibenschützen
bei der Parade in einer unübertrefflichen Weise, die alles Volk spontan
in Jubel ausbrechen lässt: Auf ein Zeichen hin ziehen sie mit der linken
Hand den Hut - über 100 Mann auf einen Schlag - und das will gekonnt
sein!
Eines fehlt ihnen: sie treten ohne Waffen an. Als traditionsbeladene
Nachfahren wehrhafter Stadtbürger und nun echte Sportschützen führen
sie nur wirkliche Waffen, und diese ihre guten Büchsen halten sie lieber
im sicheren Verwahr. Statt dessen ein Holzgewehr in die Hand zu nehmen,
der Gedanke ist ihnen noch nie gekommen und wurde ihnen auch noch nie
nahegelegt.